ex KBS 773 Ludwigsburg - Markgröningen

Reaktivierungs Varianten

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Eine Übersicht über die Möglichkeiten der Bahnreaktivierung


Von Zeit zu Zeit geistern immer wieder verschiedene Varianten der Bahnreaktivierung durch die Presse und andere Medien. Teilweise recht abenteuerlich, teilweise machbar, teilweise wohl wünschenswert aber zu teuer.
Zu zwei Basisvarianten kommen dann noch weitere Verlängerungsmöglichkeiten dazu.

Bei fast allen Reaktivierungsvarianten sind folgende neuen Haltestellen geplant bzw. in der Diskussion:

Angedachte weitere Haltepunke:

Reaktivierungvarianten

1. Reaktivierung der bestehenden Strecke im Dieselbetrieb

Diese Variante ist die älteste und wäre die einfachste und kostengünstigste Lösung:

Vorteile: Preiswert, nur geringe Grunderwerbe erforderlich. (Für Kreuzungsbahnhof Möglingen und neue Haltepunkte)

Nachteile: Bahnhof in Markgröningen liegt in ungünstiger Ortsrandlage. Die Variante wird deshalb von der Gemeinde Möglingen abgelehnt.

2. Elektrischer Betrieb als Stadtbahn mit Verlängerung nach Markgröningen West

Diese Variante ist die, die zur Zeit in der Planung ist und für die auch eine Machbarkeitsstudie erfolgte:
Nach dem sog. Karlsruher Modell soll die Strecke elektrifiziert werden und mit Zwei-System Stadtbahnen betrieben werden. Dazu soll die Strecke bis zum Festplatz Markgröningen bzw. dessen westliches Siedlungsgebiet auf Hardt verlängert werden.Details dazu in den Pressetexten von 2003

Vorteile: Große Teile Markgröningens würden erschlossen, die potentielle Lärmbelästigung ist bei elektrischen Fahrzeugen sehr gering.

Nachteile: Sehr hohe Investitionskosten durch elektrifizierung und Einführung in den Ort.

Erweiterungsmodelle

Stichstrecke nach Schwieberdingen

Bereits in der 1. Reaktivierungsvariante war angedacht, das Industriegleis, das vom Markgröninger Bahnhof Richtung Süden abzweigt, bis nach Schwieberdingen ins Industriegebiet, vor allem zur Niederlassung der Firma Bosch, zu verlängern.

Vorteile: Potential mehrerer tausend Fahrgäste.

Nachteile: Der Zug müßte im Bahnhof Markgröningen Kopf machen, aufwändige Überquerung der Schnellbahntrasse Stuttgart - Mannheim.
Durch die Lage den neuesten Markgröninger Neubaugebiets ist eine direkte Weiterführung der Gleise nicht mehr möglich, eine Umfahrung des Wohngebiets wäre aufgrund der Platzverhältnisse nur als Stadtbahn realisierbar.

Weiterführung nach Untertürkheim und Waiblingen bzw. Plochingen

Als Gedankenspiel bei der 1. Reaktivierungsvariante war folgende Streckenführung angedacht:
Ab Ludwigsburg über die bestehenden Gleise der S-Bahn in der Taktlücke nach Kornwestheim, dort weiter über die Salamanderbahn nach Untertürkheim und dann entweder weiter nach Plochingen oder nach Fahrtrichtungswechsel über die Güterzug-Verbindungskurve auf die Remsbahn nach Waiblingen.

Vorteile: Fast alle Gleise liegen bereits, bauliche Maßnahmen wären nur in Waiblingen erforderlich.

Nachteile: In Ludwigsburg, Kornwestheim und bei der Einfädelung in die Remsbahn wären jeweils mehrere, teilweise stark frequentierte Streckengleise zu queren. Das könnte bei kleinsten Fahrplanabweichungen zu massiven Störungen im Betriebsablauf führen. Als Ausweg kämen nur teure Überführungsbauwerke in Frage.

Diverse Varianten der Weiterführung nach Remseck.

1. Einführung in den Bahnhof Ludwigsburg, auf DB-Gleisen nach Kornwestheim, dort ausfädeln und über Pattonville nach Aldingen an die SSB-Linie 14 anschließen und diese bis Remseck mit nutzen.

2. Nicht auf DB-Gleisen nach Ludwigsburg fahren, sonder am westlichen Ortsrand die vorhandene Trasse verlassen und durch Ludwigsburg hindurch nach Oßweil und dann weiter nach Remseck.

3. Diverse Mischvarianten aus 1 und 2.

Vorteile: Enormes Fahrgastpotential in Ludwigsburg / Oßweil bzw. Kornwestheim / Pattonville und Remseck, Verknüpfung mit dem Stuttgarter Stadtbahnnetz.

Nachteile: Praktisch alle Streckenteile wären als Neubaustrecke durch teilweise dichte Bebauung zu führen.

Anschluß an die SSB Stadbahnline U15

Eine sehr exotische Variante wurde ebenfalls schon angedacht: in Möglingen einen Abzweig als U-Bahn durchs Ortszentrum bauen und weiter nach Stammheim an die SSB-Line 15 anschliessen, bzw. die SSB-Linie 15 auf diese Weise nach Markgröningen zu führen.

Vorteile: Direkte Verknüpfung mit dem Stuttgarter Stadtbahnnetz.

Nachteile: Keine Anbindung an Ludwigsburg, wenn nur diese Variante realisiert wird, aufwändiger U-Bahn Bau in Möglingen

Das älteste Modell, die Tangentialbahn

Im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Schönbuchbahn Böblingen - Dettenhausen und den Planungen, den Personenverkehr auf der Rankbachbahn Böblingen - Renningen zu reaktivieren, entstand Anfang der 90-er Jahre die Idee einer Verbindung von Dettenhausen über Böblingen, Sindelfingen, Magstadt, Renningen, Leonberg, Korntal, die Stammheimer Güterumgehungsbahn, Korwestheim, Ludwigsburg nach Markgröningen zu schaffen. Daß diese Bahn tangential an Stuttgart vorbei gegangen wäre gab ihr den Namen.

Vorteile: Direkte Verbindung der Räume Ludwigsburg, Leonberg und Böblingen/Sindelfingen mit einem enormen Fahrgastpotential, dazu Schaffung einer schnellen Verbindung Weil der Stadt - Böblingen mit einmaligem Umsteigen.

Nachteile:Problematische Kreuzungsverhältnisse in Böblingen, Kornwestheim und Ludwigsburg, die vsl. teure Überführungbauwerke notwendig machten.
Starke Schwankungen in der Auslastung im Streckenverlauf.

Inzwischen hat sich das Modell Tangetialbahn überholt. Die Schönbuchbahn ist als Zubringer zur S-Bahn nach Böblingen sehr erfolgreich. Die Rankbachbahn wird zur Zeit zur S-Bahn Strecke ausgebaut. Einen durchgehenden Verkehr wie als Tangentialbahn geplant wird es wohl in Zukunft nicht geben, da es nur geringe Bedürfnisse nach umsteigefreien Verbindungen auf dieser Linie gibt.

Reaktivierung mal ganz anders

Im Herbst 2007 tauchte nun eine ganz andere Reaktivierungsvariante auf: Nach einhelligen Berichten in der lokalen und überregionalen Presse wird laut darüber nachgedacht, eine Stadtbahnlinie von Waiblingen nach Remseck zu bauen, die in einem zweiten Bauabschnitt bis Ludwigsburg verlängert werden soll. Verkehrspotential für diese Verbindung besteht, das zeigt die Auslastung der Busverbindung, die sogar einen Direktbus mit nur wenigen Zwischenstationen zwischen Ludwigsburg und Waiblingen anbietet. Doch diese Busse stehen regelmäßig im Stau an der Neckarbrücke in Remseck. Von einer Stadtbahnverbindung verspricht man sich einerseits eine gute Verknüpfung mit dem Netz der SSB in Remseck und andererseits eine bisher nicht vorhandene periphere Schienenverbindung um Stuttgart herum.

In diesem Zusammenhang wird auch über die Weiterführung dieser Linie über Ludwigsburg hinaus nach Markgröningen gedacht, sozusagen als dritten Bauabschnitt.

Weiterentwicklung dieser Variante

Im September 2008 wurde eine weiterentwickelte Variante vorgestellt, die sogar von allen Fraktionen des Möglinger Gemeinderates unterstützt wird und die hier auf einer eigenen Seite beschrieben ist.


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[ Letzte Aktualisierung 26.12.2008 Gerald Stempel ]