ex KBS 773 Ludwigsburg - Markgröningen

Die Situation der Bahn im Jahr 2000

Betrieb, Zustand und die Folgen im Falle keiner Reaktivierung des ÖPNV


Zugverkehr heute

In der Regel verkehrt auf der Strecke nach Markgröningen täglich ein Güterzug, auf dem Teilstück bis zur Fa. Lotter zwei Güterzüge am Tag.
Nach Markgröningen werden vor allem geschlossene Güterwagen und Containerwagen gefahren, das Aufkommen schwankt und liegt durchschnittlich bei 2-3 geschlossenen Güterwagen und 3-4 Containerwagen, zum Teil mit mehreren Containern pro Wagen.
Die Fa. Lotter bekommt vor allem Waggons mit Flüssiggas und Baustählen geliefert. Bei hohem Wagenanfall genügt der Platz im Firmengelände nicht mehr und der Zug muss zum Umsetzen (d.h. die Lokomotive ans andere Ende des Zuges setzen) nach Markgröningen fahren.
In unregelmäßigen Abständen werden Transformatoren für das Umspannwerk Pulverdingen in Markgröningen vom Tieflader auf den Zug und umgekehrt geladen. (460 Tonnen)
Zum Schäferlauf in Markgröningen verkehren an zwei Tagen im Jahr Sonderzüge, die durchweg sehr gut ausgelastet sind. Im Jahr 2000 wurde erstmals der Verkehr bis um Mitternacht durchgeführt, mit dem Resultat, das auch die letzten Züge zu Teil proppenvoll waren.

Zustand der Strecke

Im großen und ganzen ist die Strecke in einem recht guten Zustand, allerdings werden Unterhaltungsmaßnahmen nur im kleinern Umfang getätigt, so daß der Zustand sich allmählich verschlechtert. Auf einem Teil der Strecke an der Daimlerstraße, hier sind zum Teil noch Schienen aus der Anfangszeit der Bahn vorhanden, ist der Zustand schon so schlecht, daß eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 km/h eingeführt wurde. Eigentlich müssten hier die Schienen und Schwellen auf einer Läge von ca. 800 Metern komplett erneuert werden. Ob die Bahn für einen Güterzug am Tag diese Investition bei der aktuellen Finanzlage tätigen wird, ist allerdings zu bezweifeln.

Was wurde schon investiert?

Im Vorgriff auf eine mögliche Reaktivierung wurden in Möglingen zwei Bauwerke in die Bahnstrecke eingebaut.
Eine Fußgängerunterführung zwischen den Wohngebieten Raite II und Grabenäcker, sowie ein beschrankter Bahnübergang von der Daimlerstrasse zum Industriegebiet Unholder Weg nördlich der Bahnlinie.

Kosten dieser beiden Bauwerke: ca. 4 Millionen DM, finanziert von der Gemeinde Möglingen und vom Land. (Zuschüsse ca. 85 % der Bausumme)

Was passiert, wenn die Reaktivierung ausbleibt.

Über kurz oder lang wird das Eisenbahnbundesamt bei einer weiteren Verschlechterung des Gleiszustandes die Strecke sperren. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 km/h ist im allgemeinen die letzte Maßnahme vor der Schließung.

Die Folgen dieser Maßnahme wären:


Copyright © 2000 - 2007 Gerald Stempel, Gerald.Stempel@t-online.de
[ Letzte Aktualisierung 04.11.2007 Gerald Stempel ]