Die Egaubrücke zwischen Iggenhausen und Katzenstein


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August 2012

Die Betonierarbeiten an den Brückenfundamenten haben nun begonnen, Anfang August hat die Baufirma die Baustelle eingerichtet.

 (Größe ca. 63 kB) Zur Verbindung der alten mit den neuen Betonteilen wurden zuerst Armierungseisen in vorgebohrte Löcher des alten Fundaments eingebracht und mit speziellem Mörtel verpresst.
Nach dem einbringen der Armierung wurde die Schalung gesetzt, die das alte Fundament regelrecht ummantelt.  (Größe ca. 62 kB)
 (Größe ca. 65 kB) Unter der Armierung gut zu sehen ist das alte Fundament, bzw. das, was nach dem Teilabbruch davon noch übrig ist.
Eine Woche später ist die Auflagebank bereits ausgeschalt und auch die Stützmauer dahinter ist schon fertig.  (Größe ca. 35 kB)
 (Größe ca. 55 kB) Da die alte Egaubrücke keinen Randweg hatte, dieser für die neue Brücke aber vorgeschrieben ist, müssen zusätzlich zwei Betonfertigteile, die diesen Randweg aufnehmen sollen, gesetzt werden. Dazu muß noch eine Verbindungsplatte gegossen werden, die diese beiden Teile miteinander und mit dem alten Fundament verbindet.
Hier die Ansicht des neuen Fundaments von der anderen Seite. Die Schnur markiert die Brückenachse.  (Größe ca. 51 kB)
 (Größe ca. 64 kB) Auf der anderen Seite werden momentan die Armierungen am alten Fundament angebracht. In einer Woche wird wohl auch hier das Auflager betoniert sein.

Sobald die Fundamente fertig sind, kann dann die Brücke, die bereits bei einer Stahlbaufirma im Bau ist, eingehoben und montiert werden.

September 2012

 (Größe ca. 65 kB) Am 18. August waren die Fundamente so weit fertig betoniert und mussten nur noch hinterfüllt werden.
Das Fundament auf der Dischinger Seite leuchtet in der Abendsonne.  (Größe ca. 69 kB)
 (Größe ca. 77 kB) Wenige Tage später waren die Fundamente verfüllt und es wurde Zeit, dem Kran, der die Brücke einheben sollte, ein Auflager für die Abstützung zu schaffen. Nicht daß die Stützen am Rand des Bahndamms keinen Halt finden und abrutschen.

 

Am 27. August 2012 war der lang erwartete Tag gekommen.
Noch steht in der Morgensonne nur eine Arbeitsplattform zwischen den Brückenfundamenten, aber bald soll sich hier die neue Brücke über die Egau spannen.
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 (Größe ca. 63 kB) Der Kran stützte sich auf den aus Schwellen gebauten Auflagern ab und stand dort sicher.
Dann tastet sich der LKW Fahrer routiniert die ca. 400 Meter zur Baustelle rückwärts über den Feldweg und den Bahndamm vor.  (Größe ca. 55 kB)
 (Größe ca. 48 kB) Die Brücke als Bausatz auf dem Auflieger.
Die Längsträger und die ersten Ausleger für den Randweg sind vormontiert. An der Montage waren zwei Monteure der Stahlbaufirma und drei Mitglieder des HMB tätig.  (Größe ca. 52 kB)
Am Nachmittag waren alle Brückenteile an ihrem Platz, es mussten am nächsten Tag nur noch die restlichen Schrauben gesteckt und alles mit dem entsprechenden Drehmoment angezogen werden.
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Auf den Winkeln rechts und links der Hauptträger werden noch Gitterroste als Randweg aufgelegt.

 

Am Abend des selben Tages bot sich dann dieses Bild der neuen Brücke über die Egau
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 (Größe ca. 41 kB) Als das Gerüst unter der Brücke entfernt war, bot sich dieser Blick auf die Unterseite. Noch ruht die Brücke nicht auf ihren eigenen Widerlagern, sondern auf Holzklötzen.
Und so sieht die Brücke ohne das Gerüst vom Fluss her aus. Mal sehen, ob wir dieses Jahr noch ein Bild mit dem Bauzug darauf aufnehmen können.
 (Größe ca. 86 kB)
 (Größe ca. 45 kB) Eine weitere Woche später waren die Widerlager betoniert und die provisorischen Auflager aus Holzklötzen, Keilen und Unterlagsblechen konnten entfernt werden
Die Widerlager im Detail:
Das Lager im Vordergrund ist in Längsrichtung verschiebbar und in Querrichtung fest.
Das Lager im Hintergrund ist frei beweglich.
Am anderen Ende der Brücke befindet sich ein festes und ein frei bewegliches Lager.
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Damit sind die Arbeiten an der Brücke noch nicht ganz abgeschlossen. Außer der Montage der Gleise auf die Brücke muß auch noch der Randweg hergestellt werden, die Flügelmauern müssen saniert und die Fundamente vor dem erneuten Aufwuchs von Bäumen gesichert werden.

Juni 2013

Da sich das Gleis langsam der Brücke nähert, wird es Zeit, die speziellen Brückenschwellen vorzubereiten. Vor einigen Jahren konnten wir uns schon einen Posten gebrauchte Brückenschwellen besorgen, zwar Regelspur, aber in sehr gutem Zustand.

Zuerst haben wir die alten Befestigungslöcher für die Regelspurschienen verdübelt.
Damit die Schwellen exakt auf der Brücke liegen, müssen die Auflager auf dem Hauptträger exakt gefräst werden.

 (Größe ca. 39 kB) Da wir kein Holzbearbeitungszentrum haben, aber eine mobile Schwellenfräse unser Eigen nennen, müssen die Arbeiten im Freien statt finden.
Zur Führung der Schwellenfräse müssen wir eine Schiene im korrekten Abstand zu der gekennzeichneten Markierung auf die Schwellen legen, die vorher natürlich auch exakt ausgerichtet wurden..
Wie man hier sieht, hat die Maschine genau an der Markierung gefräst. Und man sieht auch, daß es uns in die Werkstatt geregnet hat.
Der Nagel diente zum Anzeichnen mit Hilfe einer Schnur.
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 (Größe ca. 50 kB) So wird die Fräse geführt.
Die schräge Stange mit dem Spannschloss dient der Ausrichtung der Maschine, damit die Fläche parallel zur Schwelle liegt.
Wie man an den herumliegenden Holzfasern sieht, staubt es dabei mächtig, Schutzbrille und Atemschutz sind bei der Arbeit obligatorisch.
.Hier der Frästeller mit den Hartmetallzähnen über den fertig gefrästen Auflagern.  (Größe ca. 42 kB)
 (Größe ca. 55 kB) Die Fräsarbeit ist erledigt, die Späne beseitigt. Fertig ist das Ganze aber noch nicht.
Die nicht gefrästen Schwellen waren die Auflager für die Führungsschienen.

Die alten Befestigungsschrauben sitzen dermassen fest im Holz, daß sie sich ohne Beschädigung der Schwelle nicht entfernen lassen. Wir werden sie wohl oder übel drin lassen müssen.
Das Problem war jetzt nur, daß der Frästeller einen Durchmesser von 210 mm hat, das Auflager aber 300 mm breit ist.
Links ist die alte Auflagerfläche aus der früheren Verwendung zu sehen, die zum Teil tiefer liegt als die Neue, teils aber, wie hier, nicht.
 (Größe ca. 41 kB)
 (Größe ca. 54 kB) Einfach die Maschine zu versetzen ging nicht, die Gefahr, die alten Unterlagsplatten der Schrauben mit dem Fräser zu erwischen, war zu groß.
Also haben wir die Fläche mit dem Dechsel bearbeitet. Nun sollte sie auf die Auflager passen. Die anderen Auflager müssen noch bearbeitet werden.

August 2013

Ende Juli waren die Schwellen für die Brücke vor Ort und konnten eingebaut werden.

 (Größe ca. 76 kB) Für den Transport der Schwellen auf der Brücke wurde ein Weg aus Holzdielen gebaut, auf dem wir mit der Sackkarre die Schwellen fahren konnten.
Mit dem Eimer rechts im Bild schöpften wir Kühlwasser aus der Egau, aber nicht für die Maschinen, sondern für uns. Bei weit über 30 Grad ohne Schatten tauchten wir unsere Mützen ins Wasser und setzten sie naß auf.

Die Schwellen wurden vorerst auf Holzklötze gesetzt, damit die Dielenfahrbahn Stück für Stück zurückgezogen werden konnte. Dann wurden die Holzklötze entfernt und die Schwellen auf die Träger gesetzt.

Die Schwellen sind ausgelegt und werden gebohrt, um sie mit dem Hauptträger verschrauben zu können.  (Größe ca. 82 kB)
 (Größe ca. 31 kB) Damit die Bohrlöcher exakt werden, haben wir diese Bohrlehre angefertigt.
In das Loch der Befestigungslasche stecken und schon kann man das Zentrum des Bohrlochs vorbohren  (Größe ca. 55 kB)
 (Größe ca. 68 kB) Das fertig gebohrte Loch sieht dann so aus.
Von untern sieht die Brücke jetzt schon richtiggehend fertig aus, daß noch keine Schienen liegen, ist aus dieser Perspektive nicht zu sehen.  (Größe ca. 40 kB)
 (Größe ca. 25 kB) Gut zu sehen ist hingegen die Ausklinkung der Schwellen am Auflager
Ein Blick von der Brücke auf die näher kommende Gleisbaustelle, auf der gerade das letzte Joch im Bogen verlegt wird. Auch hier steht wieder ein Eimer Kühlwasser zum Mützenkühlen bereit.  (Größe ca. 56 kB)

September 2013

Ende August waren die Schwellen mit der Brücke verschraubt und konnten aufgeplattet werden. Das dazu notwendige Material konnten wir bequem über die Schiene anliefern, denn inzwischen reicht das Gleis bis kurz vor die Brücke

 (Größe ca. 48 kB) Nach exaktem Einmessen wurde eine Schnur gespannt, die die Innenkante der Rippen markiert, die Platten wurden aufgelegt und gebohrt, danach die Schwellenschrauben mit dem Schlagschrauber eingedreht.
Unser Gleisjoch vor der Brücke muß noch etwas nach rechts gerückt werden....
Im Vordergrund noch nicht ausgerichtete Rippenplatten und die Bohrmaschine mit dem langen Bohrer, der die Löcher für die Schwellenschrauben vorbohrt.  (Größe ca. 54 kB)
 (Größe ca. 70 kB) Am Abend sah das dann so aus. Die rechte Schiene muß noch gekürzt werden, der Schienenstoß wird etwa auf Höhe der gelben Fahne zu liegen kommen.
In dieser Detailaufnahme sieht man. daß die Schwellenschrauben noch nicht ganz eingedreht sind.
Das liegt daran, daß der Schlagschrauber nicht das notwendige Drehmoment hat und die kurzen Schlagimpulse vom Holz abgefedert werden. Sobald die Schienen eingebaut sind, werden wir die Schrauben mit dem Gleisschrauber vollends eindrehen.
Die neu glänzende Schraube an der ersten Schwelle ist übrigens die Befestigung der Schwelle an der Brücke.
 (Größe ca. 39kB)

Oktober 2013

 (Größe ca. 55 kB) Bevor die Schienen auf die Brücke montiert werden konnten, mußten die Schotterfänge auf den Wiederlagern montiert werden.
Hierbei handelt es sich um 10mm starke Winkeleisen, die verhindern, daß der Schotter vom Gleisbett über das Wiederlager rutscht.
Damit der Schotter nicht die Innenseite der Winkel zerkratzt und zum Rosten bringt, haben wir mit dem Gasbrenner dort Bitumschweisssbahnen aufgebracht.
Die Aussparung ist für die durchlaufende Schiene, damit diese nicht auf dem Winkel auf liegt.
 (Größe ca. 62 kB)
 (Größe ca. 69 kB) Befestigt wurden die Winkel mit 15 cm langen Gewindestangen, die mittels 2-Komponenten Klebemörtel bombenfest im Betonfundament verankert wurden.
Dann konnten endlich die Schienen auf die Brücke. Vorher mußten die offenen Enden der Schienen vor der Brücke abgelängt werden.
Bei Temperaturen von 2 Grad über Null, Wind und Nieselregen brachten wir die Schienen auf die Brücke.
 (Größe ca. 61 kB)
 (Größe ca. 66 kB)
Erst zum Gruppenbild mit dem ersten Schienenfahrzeug auf der Brücke ließ sich die Sonne kurz blicken.

Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgehen, daß die Schienen noch nicht mit den Rippenplatten verschraubt sind. Das können wir erst machen, wenn das Gleis vor der Brücke auf mehrere Meter eingeschottert und gestopft ist. Die Strecke liegt ein paar Zentimeter tiefer als die Brücke und falls ein schwereres Fahrzeug versehentlich auf die noch nicht unterstopfte Brückenrampe fahren würde, könnte die Brücke theoretisch aus ihren Wiederlagern gehebelt werden. Aber nur, wenn die Schienen mit der Brücke verschraubt sind. Sobald die Rampe geschottert ist, werden wir die Schienen verschrauben.

Dezember 2013

(Größe ca. 63 kB) Anfang November hingen die Brückenrampen noch in der Luft, nur provisorisch mit Schwellenstücken und Kanthölzern unterbaut. Sowohl auf der Neresheimer Seite ...
... als auch auf der Dischinger Seite. (Größe ca. 61 kB)

Mitte November wurden dann 60 Tonnen Schotter am Haltepunkt Iggenhausen angeliefert, mittels Radlader in den Schotterwagen verladen und die Brückenrampen eingeschottert.

(Größe ca. 66 kB) Mit unserer Gleisheberichtmaschine haben wir das Rampengleis angehoben und unterstopft. Hier auf der Dischinger Seite.
Die Neresheimer Seite ist schon soweit fertig. (Größe ca. 67 kB)

Natürlich bleiben diese Rampen nicht dauerhaft. Wenn die Strecke endgültig eingeschottert und gestopft wird, dann liegen die Gleise in einer Ebene mit der Brücke.

August 2016

(Größe ca. 134 kB) Auf der Brücke wurden jetzt die Gitterroste für den Randweg eingelegt...
... was noch fehlt, ist der Anschluss auf den Bahndamm und den dort noch zu erstellenden Randweg. (Größe ca. 122 kB)
(Größe ca. 85 kB) Um zu vermeiden, daß die Gitterroste die Lackierung der Brückentträger beschädigen und es dort zu Rostbildung kommt, wurden spezielle Gummimatten dazwischen eingelegt.

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[ Letzte Aktualisierung 15.08.2016 Gerald Stempel ]